Projekte der AG Regenbrecht

1. Tumorstammzellen im HCC

Beteiligte Personen: Janne Saint Paul, Christian Regenbrecht

Charakterisierung von Tumorstammzellen im HCC sowie ihr Vergleich mit iPS-Zellen

Neben den prominenten Hepatitdien viraler Ursache, kann eine entzündliche Veränderung der Leber auch Ursache gehäufter Fetteinlagerung in den Hepatozyten sein. Diese entsteht als Folge von Überernährung, Alkoholmissbrauch, D. mellitus oder der dauerhaften Einnahme bestimmter Medikamente. Eine solche Steatohepatitis („Fettleber-Hepatitis“) ist ein Risikofaktor für die Entwicklung eines hepatozellulären Karzinoms (HCC). Weltweit erkranken jährlich rund eine Million Menschen am HCC, welches damit die fünfthäufigeste Krebsart darstellt. Die Therapiemöglichkeiten bei fortgeschrittenem HCC sind jedoch sehr eingeschränkt, oftmals bleibt eine partielle Hepatektomie die einzige Chance. Aufgrund ihrer großen regenerativen Kapazität kann die Leber das verlorene Gewebe vergleichsweise schnell ersetzen. Dennoch treten häufig Rezidive auf und die Mortalität der betroffenen Patienten ist hoch.

Neben hämatopoetischen Tumoren gibt es ebenfalls in soliden Tumoren, wie dem HCC, Hinweise darauf, dass sie der Tumorstammzelltheorie folgen. In verschiedenen etablierten hepatozellulären Karzinomzelllinien konnten in verschiedenen Arbeitsgruppen bereits Tumorstammzellen als sogenannte „side population“ identifiziert werden. Als Kriterien dienten dabei z.B. die Expression stammzellcharakteristischer Marker (CD133, CD44) oder die Fähigkeit der Stammzellen zum Efflux des DNA-bindenden Farbstoffs Hoechst. Im Rahmen dieser Arbeit sollen weiterführend Primärkulturen hepatozellulärer Karzinome auf Tumorstammzellen erforscht werden. Neben ihrer Identifikation sollen die Tumorstammzellen des HCC auf für diese Krebsart geeignete Marker hin untersucht werden. Anhand dieser könnten die Tumorstammzellen von den übrigen Tumorzellen mittels magnetischer Zellseparierung getrennt werden, um beide Fraktionen miteinander zu vergleichen. Besonders interessant ist hierbei auch die Analyse ihrer Antworten auf verschiedene Chemotherapeutika.

Zudem ist ein Vergleich der Tumorstammzellen mit induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS Zellen) geplant. Bei der Generierung von iPS Zellen entstehen auch immer nicht vollständig reprogrammierte Zellen. Solche intermediären Phänotypen wurden auch zwischen Leber-Vorläuferzellen und reifen Hepatozyten gezeigt. Ein Vergleich dieser intermediären Zelltypen könnte zu dem Verständnis der Krebsentstehung und der Frage nach dem Ursprung der Tumorstammzellen beitragen.

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Leitung

Dr.rer.nat. Christian Regenbrecht
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Leiter AG Tumorstammzellen, Leitung LFGC
t: +49 30 450 536 194