MAPTor-NET: Individualisierte Therapie pankreatischer neuroendokriner Tumore (pNET) durch MAPK-mTOR Netzwerkmodellierung

Pankreas-NET (pNET) umfassen  eine Untergruppe Gruppe seltener neuroendokriner Tumoren (NET) mit unterschiedlichen prognostischen Klassen und Therapieschemata. Die Behandlung von pNET umfasst Somatostatin-Analoga, systemische Chemotherapie und neue molekulare Medikamente gegen Rezeptor-Tyrosinkinasen (Sunitinib) oder den mTOR-Signalwegs (Everolimus). Jedoch ist aufgrund der Tumorheterogenität die Reaktion auf die Therapie nicht vorhersagbar und nur eine begrenzte Anzahl von Patienten profitiert von der Behandlung. Gegenwärtig gibt es keinen Ansatz zur diagnostischen Stratifizierung von Patienten. Das MAPTor-Net-Konsortium verfolgt einen system medizinischen Ansatz, der klinische und pathologische Daten sowie Mutations- und Expressionsprofile integriert und eine individuelle Therapieauswahl ermöglichen soll. Der Ansatz nutzt eine Kombination aus Top-down-Modellierung der Kernsignalwege, die in pNET verändert sind und einen Bottom-up-Ansatz indem patientenindividuelle molekulare Daten integriert werden. Für die patientenspezifische Modellierung und Parametrierung werden genmanipulierte experimentelle Versuchssysteme, welche die klinische Situation so gut als möglich reflektieren, eingesetzt. Die Auswirkungen von therapeutischen Eingriffen werden dann unter möglichst patientenspezifischen Bedingungen bestimmt. Diese Daten dienen als Basis für die mathematische Modellierung des zugrundeliegenden Signalnetzwerks. Innerhalb von MAPTor-NET wird versucht die Vorhersagekraft dynamischer Rechenmodelle vor dem Patienten-spezifischen genetischen Hintergrund zu testen und anhand klinischer Daten verbessern. Zunächst mit Schwerpunkt auf pNET kann die MAPTor-NET-Strategie auf weitere Tumorentitäten, die von ähnlichen Alterationen angetrieben werden, erweitert werden.

weitere Informationen zu MAPTor-NET

Partner

Christine Sers, Charité – Universitätsmedizin, Koordinator MAPTor-NET

Kathrin Thedieck, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Nils Blüthgen, Charité – Universitätsmedizin

Ulf Leser, Humboldt-Universität zu Berlin

Marianne Pavel, Charité – Universitätsmedizin

Katharina Detjen, Charité – Universitätsmedizin

 

Förderung

BMBF, e:MED, 03/2015-02/2018

 

 

 

 

 

Leitung

Prof. Dr. rer. nat Christine Sers
Leiterin AG Mol. Tumorpathologie, Leiterin AG Tumorsystembiologie
t: +49 30 450 536 185